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AS/400 - 9404: Ein neues Kapitel

Erstellt: 29.07.2025 Letzte Bearbeitung: 01.08.2025

Schon immer haben mich Großrechner bzw. Mainframes fasziniert, die Chancen, derartige Geräte mal zu besitzen sind jedoch realistisch betrachtet irgendwo im Bereich der femto-Prozent angesiedelt. Als Kompromisslösung würde sich ein Midrange-System anbieten. Größer als ein Personal Computer, dennoch kleiner als ein Mainframe. Und nachdem ich noch nie Berührungspunkte mit einer AS/400 hatte, habe ich danach mal meine Fühler ausgestreckt. Wenn schon #neuland, dann komplett: Unbekannte Hardware, unbekanntes Betriebssystem (OS/400) und unbekannte Programmiersprachen (RPG).

Durch Zufall bin ich in der Bucht über ein entsprechend antikes Modell gestoßen, vermutlich eine AS/400-9404 B40, also eine AS/400 der ersten Generation, Baujahr dürfte 1988 sein. So wie ich das bis jetzt verstanden habe, ist das eigentlich ein B30-Tower mit zusätzlichem Storage-Tower und gilt somit als B40. Ein Terminal, Dokumentation sowie Datenträger gibt's auch dazu - macht also den trügerischen Eindruck eines halbwegs einsteigerfreundlichen Systems. Laut dem Vorbesitzer lief das Teil vor ca. 3 Jahren noch, als er es vor kurzem wieder in Betrieb nehmen wollte, entgegnete die Gerätschaft das jedoch mit "schmorendem Geruch aus der Nähe eines Netzteils". Dieser Umstand hat wohl geholfen, den Angebotspreis im halbwegs vertretbaren Raum zu halten. Also habe ich das Ding gesteigert, meinen Sternen-TransporterMercedes Vito vollgetankt, mit Didi's KoffeinkonzentratRedBull und Anschlagmitteln bestückt, und mich nach der Arbeit auf die gut 300km lange Reise zum Verkäufer gemacht. Dort angekommen stand die komplette Hardware bereits verladebereit, und nach kurzem und sehr freundlichem Austausch haben wir uns an die Verladung gemacht. Alles festgezurrt, und ab nach Hause. Verkehrsbedingt ging die Heimreise recht zügig, wahrscheinlich hat sich deshalb mein Kastenwägelchen auch 8 Liter DinosaurierrezyklatDiesel auf 100km durch die Düsen gequetscht. Schon beachtlich, was in 1.6L Hubraum alles Platz hat. Ich war vorher auch noch nie 2x am Tag an der gleichen Zapfsäule. Kurz nach 23:00 konnte ich daheim noch die Kleinteile (Kabel, Handbücher, Datenträger, Terminal) ausladen.

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Für die 2 Gehäuse der AS/400 habe ich mir noch bis zum nächsten Tag Zeit gelassen, da diese eine erschreckend hohe Gewichtskraft aufweisen.

Am nächsten Abend war dann etwas Kreativität gefordert, um die neueste Akquisition auszuladen. Mit einem Rollwagen und einer Bierbank als Laderampe ging das jedoch relativ einfach. Das ich eigentlich auch eine ausgebildete Sicherheitsvertrauensperson bin, habe ich bei dieser Gelegenheit einfach verdrängt.

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Die erste Destination für die Blechhaufen war die Garage, um mittels Kettenzug und Hängewaage mal einen groben Überblick über die Gesamtmasse des Systems zu bekommen.

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Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen, jeder der Tower wiegt alleine über 80kg. Wieviel davon aktuell Staub ist, kann ich noch nicht sagen, könnte aber einen signifikanten Unterschied machen. Auf jeden Fall muss die gesamte Gerätschaft auf Rollen, um zukünftig wenigstens innerhalb einer Etage flexibel transportierbar zu sein. Vorher will ich mir das vermeintlich defekte Schaltnetzteil ansehen - falls das ein hoffnungsloser Fall ist, wird das auch Auswirkungen auf die weitere Inbetriebnahme haben.

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Kommentare

Andreas Schnederle-Wagner:

2025-08-07 13:52:25

Seas wie geht's! :-) Moi schaun "was" des Teil ku ... ^^